5 unglaubliche Dinge, die 3D-Drucker heute herstellen können

Bildquelle: www.koenigsegg.com
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3D-Drucker sind schon lange keine Spielerei mehr für Technik-Freaks. Das Spektrum der Dinge, die man mit 3D-Druckern herstellen kann, wird immer breiter. Und die Rede ist nicht von Spielzeug ohne praktischen Nutzen…

Top 5 der spektakulärsten Dinge, die 3D-Drucker heute herstellen können:

1) Organe/Körperteile
Nieren, Ohren, Haut, Herzgewebe, Luftröhren, Blutgefäße, Knorpel und Knochen wurden bereits erfolgreich mit 3D-Druckern hergestellt. Dabei nutzen die 3D-Bio-Drucker eine gelartige, aus Körperzellen gewonnene Substanz als Medium. Bei Knochen handelt es sich um keramisches Pulver. (Menschliche Knochen bestehen zu 70% aus keramischer Substanz.) Noch sind die auf diese Weise hergestellten Nieren-Gerüste nicht funktionsfähig, doch es ist vorstellbar, dass diese im Falle einer Transplantation vom Körper abgebaut werden und gleichzeitig durch neues, funktionales Gewebe ersetzt werden. Blutgefäße sind wichtig, weil sie das Gewebe am Leben erhalten – daher sind sie der Schlüssel zur Herstellung von ganzen Organen.

2) Autos
Mit Urbee 2 wurde bereits vor einem Jahr ein Fahrzeug vorgestellt, dessen Einzelteile hautsächlich mit 3D-Druckern hergestellt worden sind. Das dreirädrige Fahrzeug sieht aus wie ein Gummibärchen und verfügt über einen 23 PS-starken Verbrennungs- und E-Motor. Anfang dieses Jahres hat der schwedische Sportauto-Hersteller Koenigsegg mit One:1 einen Supersportwagen mit 1360 PS (1000 kW) vorgestellt, dessen Komponenten unter anderem aus 3D-Druckern stammen und der eine Höchstgeschwindigkeit von über 440 km/h erreichen soll.

3) Häuser
Das wohl berühmteste 3D-Haus-Projekt ist das Kanalhaus in Amsterdam. Dort entsteht derzeit ein an einem Kanal gelegenes Haus, dessen Teile in einem 3,5 Meter hohen Drucker produziert werden. Für Massenproduktion ist der Drucker aufgrund der niedrigen Druckgeschwindigkeit jedoch nicht geeignet. Doch 3D-Drucker können heute auch größere Teile relativ schnell drucken: So hat das chinesische Unternehmen WinSun Anfang des Jahres mithilfe von Großformat-3D-Druckern, die mit schnell trocknendem Zement und Recyclingrohstoffen arbeiten, in nur 24 Stunden zehn kleinere Muster-Häuser hergestellt (Kosten pro Haus: 5000 US-Dollar). Auch größere Häuser, ja sogar Wolkenkratzer, sollen in Zukunft mithilfe von 3D-Druckern hergestellt werden.

4) Waffen
Es ist kein Geheimnis: 3D-Drucker können vollfunktionsfähige Waffen herstellen. De facto kann heute jeder mit einem 3D-Drucker und einem im Internet erhältlichen Bauplan seine eigene, aus Plastik bestehende, jedoch schussfähige Pistole herstellen. Letztes Jahr hat das US-Unternehmen Solid Concepts eine M1911-Pistole vorgestellt, die mithilfe eines Industrie-3D-Druckers aus Metall hergestellt worden ist.

5) Kleidung und Schuhe
Die Modelle sind zwar noch nicht in den Läden erhältlich, doch Modedesigner experimentieren bereits länger mit Kleidern, (wasserfesten) Bikinis und Schuhen, die 3D-Druckern entstammen. Nike nutzt die 3D-Technologie zur Herstellung des American Football-Schuhs 2012 Vapor Lasor Talon. Perfekt passende Kleidung und Schuhe, die sich auch der Durchschnittsbürger leisten kann – ein Traum, der schon bald wahr werden könnte.

Klaus Lapacz
Klaus Lapacz

Spektakulär: 3D-Drucker druckt Schokolade und Konfekt

Bildquelle: www.the-sugar-lab.com
Bildquelle: www.the-sugar-lab.com

Auf der weltweit größten Messe für Unterhaltungselektronik (Consumer Electronics Show) in Las Vegas ist ein 3D-Drucker vorgestellt worden, der komplexeste Formen aus Zucker oder Milchschokolade herstellen kann. Damit können zum Beispiel individuell geformte Süßigkeiten, Torten-Figuren und besonders extravagante Leckereien produziert werden.

Süßigkeiten auf Knopfdruck

Die Liste der Dinge, die man per 3D-Druck herstellen kann wird immer länger: Spielzeug, Waffen, Organe, Pizza und nun auch Süßigkeiten. Der auf der CES vorgestellte Drucker der US-amerikanischen Firma 3D Systems, der Schokolade und Konfekt drucken kann, wird in zwei Ausführungen erhältlich sein: Während das Standardmodell ChefJet 3D essbares Konfekt nur in einer Farbe drucken kann, kann das Profimodell ChefJet Pro 3D Süßes in den unterschiedlichsten Farben herstellen. Beide Modelle können Konfekt-Kreationen aus Zucker oder Milchschokolade und in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen wie Vanille, Kirsche, Minze, Wassermelone oder saurer Apfel produzieren.

So funktioniert der Zucker-Drucker

Für die Herstellung wird Wasser, Alkohol und Trockenpulver (Zucker) benötigt. Zunächst wird eine feine und gleichmäßige Pulverschicht auf die Druckoberfläche gedruckt. Anschließend sprüht der Druckkopf in einer zuvor festgelegten Abfolge einen feinen Wasserstrahl auf die Pulverschicht. Bei Kontakt mit dem Wasser, dem etwas Alkohol beigemischt ist, wird das Pulver hart und nachdem dieser Prozess Schicht für Schicht wiederholt worden ist, liegt schließlich das fertige 3D-Objekt vor. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 2,5 vertikal gedruckten cm pro Stunde ist der ChefJet nicht gerade besonders schnell, doch das sind alle 3D-Drucker dieser Größe.

Größe und Preis

Beide Drucker können problemlos in der heimischen Küche eingesetzt werden: Der Arbeitsraum des kleineren ChefJet 3D misst etwa 20 x 20 x 15 cm, der des größeren ChefJet Pro 25 x 36 x 20 cm. Allerdings sind die Gehäuse weitaus größer. Bei Preisen von etwa 5000 US-Dollar (ChefJet 3D) bzw. 10000 Dollar bleiben die Lebensmitteldrucker für die meisten Naschkatzen weiterhin ein Traum. Die Zielgruppe sind professionelle (Zucker-)Bäcker, Konditoren, Chocolatiers und Gastronomen. Die 3D-Drucker sollen in der zweiten Jahreshälfte 2014 erhältlich sein.

Der Hersteller

Das US-amerikanische Unternehmen 3D Systems hat bereits 1989 seinen ersten 3D-Drucker produziert. 3D Systems hat vor kurzem die kleine Start-Up-Firma The Sugar Lab gekauft, die hinter dem Zucker-Drucker steckt.

P.S. Laut Besuchern der CES schmecken die Süßigkeiten aus dem 3D-Drucker ausgezeichnet, wenn auch solche aus Schokolade für etwas weniger süß, trockener und krümelig befunden wurden.

P.P.S. In Sachen 3D-Druck können wir Ihnen in unserem Copyshop in Berlin (Copyplanet copyshopberlin) zwar (noch) nicht helfen, dafür aber bei allen Anliegen rund ums konventionelle Drucken und Kopieren. Copyplanet Berlin ist die günstige Digitaldruck Druckerei, wenn es um Kopieren (Farbkopien per Laserprint), Drucken, etc. geht.

Klaus Lapacz
Klaus Lapacz