Binden von Bachelorarbeiten: Das müssen Sie wissen

Abschlussarbeit drucken und bindenDas Schreiben einer Abschlussarbeit ist in allen Fächern, die mit dem Bachelor of Arts (B.A.) abschließen, obligatorisch. In fast jeder Bildungseinrichtung müssen die Studierenden ihre Arbeiten nicht nur in digitaler Form, sondern auch als Hardcopy vorlegen. In diesem Beitrag fassen wir die wichtigsten Informationen rund um das Binden von Bachelorarbeiten zusammen.

Bindungsarten

Wenn man seine Bachelorarbeit in einem Copyshop binden lässt, kann man in der Regel unter drei bis fünf verschiedenen Bindungsverfahren wählen. Nachfolgend stellen wir einige der beliebtesten Bindungsarten vor.

Metallringbindung

Die Metallringbindung ist eine der meistgewählten Bindungsarten bei Bachelorarbeiten, und das aus gutem Grund: Sie gibt der äußeren Form einen professionellen Touch und ist ausgesprochen robust. Da die Arbeit komplett aufgeschlagen werden kann, ist der Lesekomfort höher als bei anderen Bindungsarten. In einigen Copyshops kann der Kunde selbst bestimmen, welche Farbe die Spiralbindung aufweisen soll. Es empfiehlt sich, eine neutrale Farbe zu wählen – zum Beispiel Silber oder Schwarz. Bei spiralgebundenen Bachelor-Abschlussarbeiten sind sowohl kartonierte als auch transparente Umschläge realisierbar.

Plastikringbindung

Die Plastikringbindung hat gegenüber der Metallringbindung den Vorteil, dass das Druckerzeugnis flexibel handhabbar ist. Einzelne Blätter können jederzeit entnommen oder ausgetauscht werden, ohne dass die Bindung Schaden nimmt. Die Wertigkeit des fertigen Produkts ist ebenso hoch wie bei der Metallringbindung. Die Größe und Farbe der Plastikringe kann dem Angebot entsprechend frei gewählt werden. Auch hier ist es ratsam, sich für eine seriös wirkende Farbe (z.B. Schwarz oder Dunkelgrau) zu entscheiden. Üblicherweise sind im Endpreis eine Folie für die Vorderseite sowie ein Karton für den Rücken der Abschlussarbeit enthalten.

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Leinenbuchbindung

Die Leinenbuchbindung (auch als ‘Klebebuchbindung’ oder ‘Fälzelbandbindung’ bezeichnet) ist ohne Zweifel die optisch attraktivste Bindungsart. Das bei der Bindung verwendete Echtleinen sorgt für eine einzigartige Haptik und verleiht der Abschlussarbeit das gewisse Etwas. Zwar können bei der Leinenbuchbindung weniger Seiten gefasst werden als bei anderen Bindungsarten – für eine Bachelorarbeit, die durchschnittlich zwischen 30 und 40 Seiten lang ist, sollte es aber reichen. Im Copyshop wird die Abschlussarbeit mit einem jeweils leeren Vor- und Nachsatzblatt mit einer Stärke von 250g/m² versehen. Die Prägung kann in Gold, Silber oder per Lasergravur aufgebracht werden.

Paperback-Bindung (Softcover)

Wenn Sie Ihre Abschlussarbeit wie ein richtiges Buch aussehen lassen möchten, ist das sogenannte Softcover eine gute Option. Der Umschlag kann ganz nach Ihren Wünschen gestaltet werden. Beim Binden der Arbeit wird er mit einer Schutzfolie überzogen – hierdurch ist eine lange Lebensdauer des Druckerzeugnisses praktisch garantiert. Ein Nachteil des Softcovers ist, dass das Aufschlagen der Arbeit nicht so schnell vonstattengeht wie bei einer Metallring- oder Plastikbindung. Zudem kann die Arbeit nicht komplett aufgeschlagen werden. Für den Betreuer ist es daher schwieriger, Anmerkungen in Ihre Arbeit einzubringen.

Preise und Anzahl der Exemplare

Eine Bachelorarbeit in einem Copyshop drucken und binden zu lassen, ist günstiger, als man denkt. Wenn Sie sich für eine Klebebindung mit einer Papierstärke von 80g/m² entscheiden, zahlen Sie unter Umständen weniger als 5 Euro pro Exemplar. Bei Papierqualitäten von 100 oder 120g/m² können die Gesamtausgaben deutlich höher ausfallen. Je nach Auftragslage und Arbeitsgeschwindigkeit des Copyshops können Sie die fertigen Drucksachen schon nach wenigen Stunden oder am nächsten Tag abholen.

Die Menge der zu bindenden Exemplare richtet sich in erster Linie nach der Anzahl der Dozenten, die Ihre Arbeit beurteilen. Am besten lassen Sie mindestens zwei bis drei Exemplare für Angehörige Ihrer Bildungseinrichtung drucken und binden. Falls Sie während Ihrer Studienzeit ein Praktikum absolviert haben, sollten Sie dem jeweiligen Unternehmen ein Exemplar Ihrer Arbeit zur Verfügung stellen. Wenn Sie je ein Exemplar für Ihre Familie und sich selbst hinzurechnen, kommen Sie auf insgesamt fünf bis sechs Exemplare.

Digitaldruck vs. Offsetdruck: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

digitaldruck berllinDer Digitaldruck und der Offsetdruck sind Druckverfahren, die sowohl in Copyshops als auch in Druckereien zum Einsatz kommen. Während der Offsetdruck vor allem für größere Auflagenzahlen (z.B. Broschüren, Geschäftsberichte oder Schulungsunterlagen) genutzt wird, findet der Digitaldruck bei der Herstellung von kleineren Auflagen oder einzelnen Druckexemplaren Anwendung. Im Folgenden fassen wir weitere Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Druckverfahren zusammen.

Digitaldruck

Der Digitaldruck ist ein Druckverfahren, das in Kopierläden für eine Vielzahl von Anwendungen genutzt wird. Das Druckbild wird von einem Computer zu einer Druckmaschine übertragen, ohne dass eine statische Druckform verwendet wird. In Copyshops und Druckereien werden für den Digitaldruck zumeist Highend-Laserdrucker eingesetzt, die auf hohe Auflagenzahlen ausgelegt sind. Für großformatige Drucksachen (z.B. Poster und Plakate) werden bisweilen auch Tintenstrahldrucker eingesetzt. Während die Ausgabequalität von Digitaldrucksystemen in früheren Zeiten deutlich hinter der von Offsetdruckmaschinen zurückblieb, werden derartige Systeme heute auch beim Bedrucken von Tapeten, Meshgewebe oder PVC-Bannern eingesetzt.

Beim Digitaldruckverfahren, das auch als Direct Digital Printing (DDP) bezeichnet wird, sind personalisierte Drucke (z.B. von Kreditkartenabrechnungen oder Kontoauszügen) möglich. Da keine feste Druckvorlage benötigt wird, kann jeder Bogen anders bedruckt werden. Mehrseitige Dokumente können sofort in der korrekten Reihenfolge gedruckt werden, ohne dass ein Wechsel der Druckform nötig ist. Copyshops verfügen in der Regel über professionelle Drucksysteme, die mit Vorrichtungen zum Binden und Schneiden ausgestattet sind. Hierdurch wird die Herstellung kompletter Druckerzeugnisse innerhalb kürzester Zeit möglich. Examens- und Doktorarbeiten, die in digitaler Form vorliegen, können an Ort und Stelle gedruckt und gebunden werden.

Was die Druckkosten betrifft, ist der Digitaldruck bei kleineren Auflagenzahlen wesentlich günstiger als der Offsetdruck. Die Fertigungskosten sind mittlerweile so niedrig, dass bereits Bücher von Newcomer-Autoren in handelsüblicher Qualität auf dem Markt erscheinen, die mithilfe des Digitaldrucks herstellt wurden. Digital gedruckte Kleinauflagen haben den Vorteil, dass man einen Markttest der geplanten Auflage durchführen kann, ohne viel Geld investieren zu müssen. Auch im Bereich der Digitalfotografie sinken die Druckkosten von Jahr zu Jahr. Drucksachen wie Wandkalender und Fotobücher, die bis vor wenigen Jahren ausschließlich im Offsetdruckverfahren hergestellt wurden, können heute problemlos im Copyshop angefertigt werden.

Offsetdruck

Im Unterschied zum Digitaldruck ist der Offsetdruck ein sogenanntes indirektes Druckverfahren, bei dem der Druckträger und die Druckplatte nicht miteinander in Berührung kommen. Die Farbe wird über einen Zylinder auf den Bedruckstoff übertragen. Die Druckplatte wird permanent befeuchtet und mit Druckfarbe versehen. Oft werden mehrere Seiten auf eine größere Fläche gedruckt und anschließend zugeschnitten. Neben Papier und Karton können auch Glas, Keramik, Bleche sowie verschiedene Kunststoffe per Offsetdruckverfahren bedruckt werden.

Wie beim Digitaldruck wird auch beim Offsetdruck in den Farben CMYK (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) gedruckt. Es ist stets darauf zu achten, dass die Druckdaten im korrekten Farbmodus angelegt sind, da sich bei der Umwandlung von RGB (Rot/Grün/Blau) zu CMYK Veränderungen ergeben können. Beim Offsetdruck können keine echten Halbtöne gedruckt werden – Bilder, Zwischentöne oder Farbnuancen müssen stattdessen mithilfe simulierter Halbtöne auf den Bedruckstoff aufgebracht werden. Dies geschieht durch Aufrasterung in nichtperiodische oder periodische Raster.

Da der Bedruckstoff während des Druckprozesses stark beansprucht wird, ist die Materialqualität von entscheidender Wichtigkeit. Bei Papier und Karton sind unter anderem folgende Qualitätskriterien von Bedeutung:

  • Glätte
  • Scheuerfestigkeit
  • Saugfähigkeit
  • Papierstaubarmut
  • Rupffestigkeit
  • Gleichmäßigkeit im Strich

Zudem sollte das Papier unempfindlich gegenüber Wellen- und Blasenbildung, Papierbahnabriss und übermäßiger Dehnung durch Feuchtigkeits- und Zugkrafteinfluss sein. Druckt man auf Folien (z.B. aus PE oder PVC), müssen die Folieneigenschaften perfekt aufeinander abgestimmt sein. Zum Ausgleichen der statischen Aufladungen, die durch den Reibkontakt der Offsetbogen verursacht werden, bieten die Druckmaschinenhersteller spezielle Ausrüstungen an.

Copyshops: Mehr als nur kopieren

Kopieren BerlinWenn von einem Copyshop die Rede ist, denken die meisten Leute an ein Ladenlokal, in dem zahlreiche Kopierer aufgestellt sind. Diese sind in der Regel neueren Datums; dazwischen findet sich der eine oder andere „Veteran“ aus den späten 90er- oder frühen 2000er-Jahren. In der Tat findet man ein solches Ambiente in nahezu jedem Kopierladen vor – Unterschiede gibt es lediglich hinsichtlich des Funktionsumfangs der Geräte.

Dabei wird häufig vergessen, dass Copyshops neben der Möglichkeit, einzelne Blätter oder ganze Bücher zu vervielfältigen, eine ganze Reihe weiterer Dienstleistungen anbieten. Neben dem Drucken und Binden von Dokumenten gehören dazu auch einige Services, die zwar seltener in Anspruch genommen werden, aber dennoch für beträchtliche Umsätze sorgen. Worum es sich dabei handelt, lesen Sie im folgenden Beitrag.

Drucken und Binden von Haus- und Examensarbeiten nach Ladenschluss

In der heutigen Zeit ist das Studieren an Universitäten und Fachhochschulen kein Zuckerschlecken – vor allem, was das Arbeitspensum betrifft. Aufgrund des dichten Stundenplans ist es ausgesprochen schwierig, die Abgabefristen für Hausarbeiten und sonstige schriftliche Beiträge einzuhalten. Studenten, die ihr karges Einkommen durch einen Nebenjob aufbessern müssen, haben oft keine andere Wahl, als in den Abendstunden an ihrem Papier zu arbeiten und vergessen darüber, dass der Copyshop um die Ecke nicht die ganze Nacht hindurch geöffnet hat.

Einige Kopierläden haben dies erkannt und bieten ihren Kunden einen besonderen Service an: Das Drucken und Binden von Haus- und Examensarbeiten nach Ladenschluss. Für gestresste Studenten stellt dies eine enorme Erleichterung dar, da sie sich nicht sklavisch an die regulären Öffnungszeiten halten müssen. Es ist allerdings erforderlich, telefonisch oder per E-Mail einen Termin zu vereinbaren. Dies sollte möglichst früh geschehen, da die Kapazitäten von Copyshops begrenzt sind.

Versenden von Faxen

Faxgeräte waren in den späten 80er- und frühen 90er-Jahren der schnellste Weg, um Dokumente zu versenden. Seitdem nahezu überall in Europa schnelle Internetverbindungen existieren, ist die Nutzung der klobigen Geräte stark zurückgegangen. Gleichwohl gibt es noch immer Situationen, in denen es erforderlich sein kann, ein Fax zu verschicken – beispielsweise, wenn ein Vertrag geschlossen wird und der Partner ein mit dem Smartphone geschossenes Foto nicht akzeptiert.

Copyshops sind grundsätzlich mit einem oder mehreren Faxgeräten ausgestattet, die man im Falle eines Falles nutzen kann. Bei den Kunden, die diesen Service in Anspruch nehmen, handelt es sich häufig um Unternehmen. Der Grund: Bei Faxgeräten, die in eine moderne TCP/IP-Umgebung eingebunden sind, kommt es immer wieder zu Problemen mit der Kommunikation. Unter anderem können dabei ärgerliche Datenverluste auftreten, die bei der herkömmlichen Übertragungsweise praktisch ausgeschlossen sind.

Drucken und Laminieren von wissenschaftlichen Hilfsmitteln

In jedem naturwissenschaftlichen Fach, das an Universitäten und Fachhochschulen studiert werden kann, gibt es einige Standard-Hilfsmittel. Auf dem Gebiet der Mathematik sind dies Formelsammlungen, in der Biologie werden anatomische Modelle des Menschen als gedankliche Stütze verwendet. In der Chemie dreht sich Vieles um das Periodensystem, das wohl nur die wenigsten Studenten auswendig kennen dürften.

Es bietet sich daher an, sich ein Periodensystem drucken und laminieren zu lassen. Dieser Service ist relativ günstig. Wer es noch größer mag, kann sich auch ein A1-Plakat anfertigen lassen. Da man das Periodensystem während des gesamten Studiums (und auch danach) immer wieder benötigt, ist diese Anschaffung ohne Frage eine lohnenswerte Investition.

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