Vom Kopierladen zum Allround-Dienstleister: Copyshops im Wandel der Zeit

Copyshop VorteileWer vor 20 oder 30 Jahren einen Copyshop betrat, erblickte dort eine große Zahl an Kopiergeräten, die einen enormen Geräuschpegel verursachten. Computerarbeitsplätze waren zur damaligen Zeit nur in den wenigsten Kopierläden zu finden – auch deshalb, weil ein handelsüblicher PC für Privatkunden so viel kostete wie ein Kleinwagen.

Heutige Kopiershops bieten ihren Kunden nicht nur eine bessere technische Ausstattung, sondern auch einen wesentlich größeren Leistungsumfang. Längst haben die Betreiber erkannt, dass sich der Umsatz mit Zusatzleistungen wie dem Binden von Bachelor- oder Master-Arbeiten oder dem Laminieren von Urkunden beträchtlich erhöhen lässt.

Manche Kopierläden sind zu regelrechten Allround-Dienstleistern geworden, die Extra-Services wie das Nachfüllen von Tintenpatronen oder das Einscannen großer Vorlagen von bis zu 1,2 m breiten Vorlagen offerieren. Weitere Dienstleistungen, die man in breit aufgestellten Copyshops in Anspruch nehmen kann, beinhalten u.a. das Veredeln von Arbeitskleidung, das Bedrucken von Firmengeschenken und die Herstellung von Werbetafeln.

Das Kerngeschäft bleibt die Erstellung von Kopien

Trotz des wachsenden Angebotes an Dienstleistungen generieren Kopierläden den größten Teil ihres Umsatzes nach wie vor mit der Vervielfältigung von Dokumenten aller Art. Der hauptsächliche Grund, warum Copyshops sich nach wie vor eines großen Zulaufs erfreuen, ist die hohe Qualität der erzeugten Kopien und die niedrigen Preise.

Profi-Geräte von etablierten Herstellern wie Canon oder HP liefern erstklassige Duplikate von Vorlagen in unterschiedlichen Größen. Sogar die Vervielfältigung von A1- und A0-Vorlagen ist in Copyshops, die über die entsprechende Ausrüstung verfügen, möglich. Geräte für Privatanwender, die eine ähnliche Druckqualität liefern, kosten in der Regel mehrere Hundert Euro. Hinzu kommt, dass die Anschaffung eines solchen Gerätes – zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht – nur dann sinnvoll ist, wenn man pro Jahr mindestens 400 bis 500 Seiten ausdruckt.

Ein weiterer Grund für die anhaltende Beliebtheit von Copyshops ist, dass Kopiergeräte von jedermann bedient werden können. Die Nutzerschnittstellen von modernen Geräten sind so gestaltet, dass wichtige Parameter wie der Kontrast oder die Anzahl der Kopien mit wenigen Fingerbewegungen eingestellt werden können. Selbst Kunden, die zum ersten Mal einen Copyshop besuchen, haben in der Regel keine Probleme, auf Anhieb qualitativ hochwertige Kopien zu erstellen. Bei Sonderwünschen steht das Personal des Shops parat und bietet dem Kunden fachkundige Unterstützung an.

In Kopierläden herrscht Understatement

So wichtig Kopierläden für die moderne Gesellschaft auch sind – in einem Punkt haben sie sich dem Wandel der Zeit entzogen: Die Rede ist von der Einrichtung, die in den meisten Copyshops eher unspektakulär ist und teilweise sogar anachronistisch anmutet. Wer einen typischen Kopierladen in Universitätsstädten wie Münster oder Göttingen betritt, glaubt bisweilen, in den 80er-Jahren gelandet zu sein. (Es gibt allerdings auch einige andere Ärgenisse für Copyshop-Kunden.)

Wenngleich es einige Anbieter gibt, die Wert auf ein modernes Interieur legen, ist bei den meisten Kopierläden Understatement angesagt. Eine Ausnahme bilden Unternehmen, die gleichzeitig in anderen Branchen tätig sind, etwa im Bereich der Außenwerbung. Bei solchen Dienstleistern ist es heute üblich, dass die Passanten mit auffälliger und großformatiger Reklame auf den Shop aufmerksam gemacht werden. Ein normaler Copyshop kommt dagegen mit einem einfachen Schild aus, auf dem der Name des Ladens zu finden ist – fast wie vor 30 Jahren.

Eigener Drucker oder Copyshop: Was ist die bessere Alternative?

Drucken im Copyshop oder daheimEin Drucker im Home Office ist eine praktische Sache: Ein Druck auf den Powerknopf, und schon können Textdokumente, Diagramme oder Fotos bequem in den eigenen vier Wänden ausgedruckt werden.

Schon oft wurden deshalb traditionelle Copyshops, die es in Metropolen wie Berlin noch immer in großer Zahl gibt, totgesagt. Wenn man sich das rege Treiben in den Kopierläden der Hauptstadt ansieht, wird jedoch schnell klar, dass der klassische Copyshop nach wie vor seine Existenzberechtigung hat.

Warum sich trotz der günstigen Druckerpreise so viele Menschen für den Gang zum Kopierladen entscheiden, lesen Sie in diesem Beitrag.

Wenigdrucker sind im Copyshop besser aufgehoben

Wenignutzer tun sich mit dem Kauf eines Druckers keinen Gefallen. Zwar liegen die Preise aktuell auf einem sehr niedrigen Niveau, aber die Ersparnis wird jedoch durch die Anschaffung teurer Markenpatronen schnell wieder zunichte gemacht. Ein weiteres Problem für Gelegenheitsnutzer ist, dass die Patronen mit der Zeit vertrocknen und unbrauchbar werden.

In solchen Fällen kann auch ein Spezialist nicht mehr viel ausrichten. Beim Ausdrucken von Fotos müssen immer zwei verschiedene Patronen einsatzbereit sein, um ein optimales Ergebnis erzielen zu können. SW-Laserdrucker kommen mit einer Kartusche aus, doch auch hier ergeben sich Probleme, wenn das Gerät nur selten genutzt wird.

Neben den Anschaffungskosten für Drucker und Toner kommen weitere Kosten für Papier und Strom hinzu. Unter dem Strich lässt sich eines festhalten: Wer wenig druckt, verschenkt mit dem Erwerb eines eigenen Druckers auf lange Sicht viel Geld.

Copyshops sind auch bei Großaufträgen die klügere Wahl

Nicht nur für Wenigdrucker ist der Gang zum Copyshop die bessere Wahl – auch für Vielnutzer lohnt es sich nur in den seltensten Fällen, ein eigenes Gerät anzuschaffen. Der Zeitfaktor spielt in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle: Profigegeräte drucken um ein Vielfaches schneller als Heimdrucker. Wenn ein Tintenstrahldrucker verwendet wird, kann es bei einem Druckvolumen von 100 Seiten durchaus 20 bis 30 Minuten dauern, bis der Auftrag abgeschlossen ist.

Wählt man die beste Druckqualiät, müssen bei einigen Geräten Wartezeiten von 40 bis 45 Minuten eingeplant werden. Zudem lassen sich mit einem Kopierer der 2.000-Euro-Klasse beidseitige Ausdrucke und verschiedene Sonderformate realisieren, was mit einem 50-Euro-Drucker nicht möglich ist.

Ab wann lohnt sich der Druckerkauf?

Wie groß das jährliche Druckvolumen sein muss, damit sich der Kauf eines Druckers rentiert, wird anhand der folgenden Beispielrechnung deutlich: Ein Student druckt drei- bis viermal im Jahr eine Arbeit aus und kommt dabei auf insgesamt 100 Seiten.

Wenn man für den Kauf des Druckers und des Materials Kosten von 40 Euro/Jahr zugrundelegt, ergibt sich ein Preis von 40 Cent pro Ausdruck. Bei 200 Seiten im Jahr wären es 20 Cent, bei 300 Ausdrucken 13,3 Cent. Bis die Druckkosten wie im Kopierladen bei 2,5 bis 10 Cent liegen, müssen jährlich mindestens 400 Seiten ausgedruckt werden.

Zu beachten ist auch, dass die Verarbeitungsqualität von Druckern in den zurückliegenden Jahren stark nachgelassen hat. War es früher üblich, ein Gerät 10 bis 15 Jahre zu nutzen, liegt die durchschnittliche Nutzungsdauer heute nur noch bei etwa 4 Jahren.

Digitaldruck vs. Offsetdruck: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

digitaldruck berllinDer Digitaldruck und der Offsetdruck sind Druckverfahren, die sowohl in Copyshops als auch in Druckereien zum Einsatz kommen. Während der Offsetdruck vor allem für größere Auflagenzahlen (z.B. Broschüren, Geschäftsberichte oder Schulungsunterlagen) genutzt wird, findet der Digitaldruck bei der Herstellung von kleineren Auflagen oder einzelnen Druckexemplaren Anwendung. Im Folgenden fassen wir weitere Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Druckverfahren zusammen.

Digitaldruck

Der Digitaldruck ist ein Druckverfahren, das in Kopierläden für eine Vielzahl von Anwendungen genutzt wird. Das Druckbild wird von einem Computer zu einer Druckmaschine übertragen, ohne dass eine statische Druckform verwendet wird. In Copyshops und Druckereien werden für den Digitaldruck zumeist Highend-Laserdrucker eingesetzt, die auf hohe Auflagenzahlen ausgelegt sind. Für großformatige Drucksachen (z.B. Poster und Plakate) werden bisweilen auch Tintenstrahldrucker eingesetzt. Während die Ausgabequalität von Digitaldrucksystemen in früheren Zeiten deutlich hinter der von Offsetdruckmaschinen zurückblieb, werden derartige Systeme heute auch beim Bedrucken von Tapeten, Meshgewebe oder PVC-Bannern eingesetzt.

Beim Digitaldruckverfahren, das auch als Direct Digital Printing (DDP) bezeichnet wird, sind personalisierte Drucke (z.B. von Kreditkartenabrechnungen oder Kontoauszügen) möglich. Da keine feste Druckvorlage benötigt wird, kann jeder Bogen anders bedruckt werden. Mehrseitige Dokumente können sofort in der korrekten Reihenfolge gedruckt werden, ohne dass ein Wechsel der Druckform nötig ist. Copyshops verfügen in der Regel über professionelle Drucksysteme, die mit Vorrichtungen zum Binden und Schneiden ausgestattet sind. Hierdurch wird die Herstellung kompletter Druckerzeugnisse innerhalb kürzester Zeit möglich. Examens- und Doktorarbeiten, die in digitaler Form vorliegen, können an Ort und Stelle gedruckt und gebunden werden.

Was die Druckkosten betrifft, ist der Digitaldruck bei kleineren Auflagenzahlen wesentlich günstiger als der Offsetdruck. Die Fertigungskosten sind mittlerweile so niedrig, dass bereits Bücher von Newcomer-Autoren in handelsüblicher Qualität auf dem Markt erscheinen, die mithilfe des Digitaldrucks herstellt wurden. Digital gedruckte Kleinauflagen haben den Vorteil, dass man einen Markttest der geplanten Auflage durchführen kann, ohne viel Geld investieren zu müssen. Auch im Bereich der Digitalfotografie sinken die Druckkosten von Jahr zu Jahr. Drucksachen wie Wandkalender und Fotobücher, die bis vor wenigen Jahren ausschließlich im Offsetdruckverfahren hergestellt wurden, können heute problemlos im Copyshop angefertigt werden.

Offsetdruck

Im Unterschied zum Digitaldruck ist der Offsetdruck ein sogenanntes indirektes Druckverfahren, bei dem der Druckträger und die Druckplatte nicht miteinander in Berührung kommen. Die Farbe wird über einen Zylinder auf den Bedruckstoff übertragen. Die Druckplatte wird permanent befeuchtet und mit Druckfarbe versehen. Oft werden mehrere Seiten auf eine größere Fläche gedruckt und anschließend zugeschnitten. Neben Papier und Karton können auch Glas, Keramik, Bleche sowie verschiedene Kunststoffe per Offsetdruckverfahren bedruckt werden.

Wie beim Digitaldruck wird auch beim Offsetdruck in den Farben CMYK (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) gedruckt. Es ist stets darauf zu achten, dass die Druckdaten im korrekten Farbmodus angelegt sind, da sich bei der Umwandlung von RGB (Rot/Grün/Blau) zu CMYK Veränderungen ergeben können. Beim Offsetdruck können keine echten Halbtöne gedruckt werden – Bilder, Zwischentöne oder Farbnuancen müssen stattdessen mithilfe simulierter Halbtöne auf den Bedruckstoff aufgebracht werden. Dies geschieht durch Aufrasterung in nichtperiodische oder periodische Raster.

Da der Bedruckstoff während des Druckprozesses stark beansprucht wird, ist die Materialqualität von entscheidender Wichtigkeit. Bei Papier und Karton sind unter anderem folgende Qualitätskriterien von Bedeutung:

  • Glätte
  • Scheuerfestigkeit
  • Saugfähigkeit
  • Papierstaubarmut
  • Rupffestigkeit
  • Gleichmäßigkeit im Strich

Zudem sollte das Papier unempfindlich gegenüber Wellen- und Blasenbildung, Papierbahnabriss und übermäßiger Dehnung durch Feuchtigkeits- und Zugkrafteinfluss sein. Druckt man auf Folien (z.B. aus PE oder PVC), müssen die Folieneigenschaften perfekt aufeinander abgestimmt sein. Zum Ausgleichen der statischen Aufladungen, die durch den Reibkontakt der Offsetbogen verursacht werden, bieten die Druckmaschinenhersteller spezielle Ausrüstungen an.

Copyshops: Mehr als nur kopieren

Kopieren BerlinWenn von einem Copyshop die Rede ist, denken die meisten Leute an ein Ladenlokal, in dem zahlreiche Kopierer aufgestellt sind. Diese sind in der Regel neueren Datums; dazwischen findet sich der eine oder andere „Veteran“ aus den späten 90er- oder frühen 2000er-Jahren. In der Tat findet man ein solches Ambiente in nahezu jedem Kopierladen vor – Unterschiede gibt es lediglich hinsichtlich des Funktionsumfangs der Geräte.

Dabei wird häufig vergessen, dass Copyshops neben der Möglichkeit, einzelne Blätter oder ganze Bücher zu vervielfältigen, eine ganze Reihe weiterer Dienstleistungen anbieten. Neben dem Drucken und Binden von Dokumenten gehören dazu auch einige Services, die zwar seltener in Anspruch genommen werden, aber dennoch für beträchtliche Umsätze sorgen. Worum es sich dabei handelt, lesen Sie im folgenden Beitrag.

Drucken und Binden von Haus- und Examensarbeiten nach Ladenschluss

In der heutigen Zeit ist das Studieren an Universitäten und Fachhochschulen kein Zuckerschlecken – vor allem, was das Arbeitspensum betrifft. Aufgrund des dichten Stundenplans ist es ausgesprochen schwierig, die Abgabefristen für Hausarbeiten und sonstige schriftliche Beiträge einzuhalten. Studenten, die ihr karges Einkommen durch einen Nebenjob aufbessern müssen, haben oft keine andere Wahl, als in den Abendstunden an ihrem Papier zu arbeiten und vergessen darüber, dass der Copyshop um die Ecke nicht die ganze Nacht hindurch geöffnet hat.

Einige Kopierläden haben dies erkannt und bieten ihren Kunden einen besonderen Service an: Das Drucken und Binden von Haus- und Examensarbeiten nach Ladenschluss. Für gestresste Studenten stellt dies eine enorme Erleichterung dar, da sie sich nicht sklavisch an die regulären Öffnungszeiten halten müssen. Es ist allerdings erforderlich, telefonisch oder per E-Mail einen Termin zu vereinbaren. Dies sollte möglichst früh geschehen, da die Kapazitäten von Copyshops begrenzt sind.

Versenden von Faxen

Faxgeräte waren in den späten 80er- und frühen 90er-Jahren der schnellste Weg, um Dokumente zu versenden. Seitdem nahezu überall in Europa schnelle Internetverbindungen existieren, ist die Nutzung der klobigen Geräte stark zurückgegangen. Gleichwohl gibt es noch immer Situationen, in denen es erforderlich sein kann, ein Fax zu verschicken – beispielsweise, wenn ein Vertrag geschlossen wird und der Partner ein mit dem Smartphone geschossenes Foto nicht akzeptiert.

Copyshops sind grundsätzlich mit einem oder mehreren Faxgeräten ausgestattet, die man im Falle eines Falles nutzen kann. Bei den Kunden, die diesen Service in Anspruch nehmen, handelt es sich häufig um Unternehmen. Der Grund: Bei Faxgeräten, die in eine moderne TCP/IP-Umgebung eingebunden sind, kommt es immer wieder zu Problemen mit der Kommunikation. Unter anderem können dabei ärgerliche Datenverluste auftreten, die bei der herkömmlichen Übertragungsweise praktisch ausgeschlossen sind.

Drucken und Laminieren von wissenschaftlichen Hilfsmitteln

In jedem naturwissenschaftlichen Fach, das an Universitäten und Fachhochschulen studiert werden kann, gibt es einige Standard-Hilfsmittel. Auf dem Gebiet der Mathematik sind dies Formelsammlungen, in der Biologie werden anatomische Modelle des Menschen als gedankliche Stütze verwendet. In der Chemie dreht sich Vieles um das Periodensystem, das wohl nur die wenigsten Studenten auswendig kennen dürften.

Es bietet sich daher an, sich ein Periodensystem drucken und laminieren zu lassen. Dieser Service ist relativ günstig. Wer es noch größer mag, kann sich auch ein A1-Plakat anfertigen lassen. Da man das Periodensystem während des gesamten Studiums (und auch danach) immer wieder benötigt, ist diese Anschaffung ohne Frage eine lohnenswerte Investition.

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Das bietet ein moderner Copyshop

guter copyshop in berlinEin Copyshop ist ein Dienstleister, dessen Kerngeschäft die Vervielfältigung von originalen Dokumenten ist. Die Kopien können entweder in Schwarz-Weiss oder in Farbe erstellt werden. Da Farbkopien selten benötigt werden und kostenintensiver sind als Schwarz-Weiss-Kopien, wird diese Option allerdings eher selten gewählt. Es sei denn, Sie sind bei Copyplanet Berlin, wo Farbkopien lediglich 15 Cent kosten.

Kleine Copyshops verfügen typischerweise über fünf bis zehn Kopiergeräte, die leicht bedienbar sind und eine Fülle von Einstellungsmöglichkeiten bieten. Grundlegende Parameter wie Helligkeit oder Druckqualität können zumeist ohne fremde Hilfe programmiert werden. Bei Fragen stehen ein oder mehrere Mitarbeiter bereit, die den Kunden zur Hand gehen. Abgerechnet wird pro Kopie, wobei der Preis je Blatt mit steigender Kopienanzahl sinkt. Bei umfangreichen Aufträgen kann der Rabatt bis zu 50 Prozent oder sogar mehr betragen.

Das Leistungsangebot größerer Kopierläden ist durchaus mit dem von Druckereien zu vergleichen. Neben Büchern und Fotoalben können in solchen Shops auch andere Druck-Erzeugnisse wie Flyer, Plakate oder Firmenbroschüren in Auftrag gegeben werden. Der Kunde kann zwischen einer Vielzahl von Papiersorten und -stärken wählen. Für die Erstellung werden hochklassige Software und Maschinen verwendet, die auch in der Industrie zum Einsatz kommen.

Verkauf von Bürobedarf

Nahezu jeder Copyshop hält eine Auswahl an Büroartikeln wie Stifte, Ordner, Druckerpapier und Mappen bereit. Die Qualität der angebotenen Produkte orientiert sich üblicherweise am Budget der Klientel. Kopierläden in Geschäftsvierteln oder teuren Wohnquartieren konzentrieren sich daher häufig auf den Verkauf von Markenware, während kleinere Shops überwiegend Artikel für den schmalen Geldbeutel anbieten.

Einige Betriebe haben ihr Angebot inzwischen auf den Internethandel ausgeweitet und einen vollwertigen Online-Shop in ihre Webseite integriert. Der Kunde kann die bestellten Waren entweder selbst im Copyshop abholen oder an eine Adresse seiner Wahl liefern lassen. Bezahlt wird auf die übliche Weise (Barzahlung, Paypal, Kredit-/Debitkarte oder Banküberweisung).

Firmen und öffentliche Einrichtungen können bisweilen Sonderkonditionen in Anspruch nehmen und sich bei der Erstellung von Katalogen, Flugblättern oder Prospekten professionell beraten lassen. Großaufträge werden prioritär behandelt und termingerecht abgewickelt. Der Umfang der Betreuung reicht bei großen Kopiershops von der Erstberatung über die Erstellung von Designvorschlägen bis zur Auslieferung der Druck-Erzeugnisse.

Ausdrucken von digitalen Daten

Zum Tagesgeschäft von Kopiershops gehört neben dem Kopieren von Schriftstücken auch das Ausdrucken von digitalen Daten. Die meisten Kunden übergeben die Dateien in Form eines USB-Sticks oder einer CD bzw. DVD. Es ist jedoch auch möglich, die Daten per E-Mail an den Shop zu senden und die fertigen Ausdrucke im Geschäft abzuholen bzw. anliefern zu lassen. Die Kopien können üblicherweise in den Formaten A3 und A4 erstellt werden. In einigen Kopierläden stehen außerdem sogenannte Großformatkopierer zur Verfügung, die Formate bis A0 verarbeiten können.

Für die Ausgabe von großflächigen Plakaten oder Bauplänen bieten sich Plotter an. Derartige Geräte stellen eine teure Anschaffung dar und sind daher nur in wenigen Kopierläden zu finden. Im Unterschied zu Kopiergeräten und Großformatdruckern wird das Papier bei einem Plotter nicht blattweise, sondern von einer Rolle verarbeitet.

Zusatzangebote

Neben den oben erwähnten Leistungen bieten Copyshops auch Spiral- und Thermobindungen, Heftungen und Stapelschnitte an. Weitere Zusatzangebote umfassen das Laminieren, Falzen sowie das Einscannen von Originalmaterial. Die gescannten Dateien werden auf CD/DVD gebrannt oder per E-Mail an den Kunden versendet. Beim Laminieren wird die Kopie zwischen zwei Folien eingeschweißt und ist fortan gegen Beschädigungen und Verunreinigungen jedweder Art geschützt.

Für Abschlussarbeiten (bzw. Diplom- und Bachelorarbeiten) oder Familienchroniken eignet sich die sogenannte Hardcover-Bindung, welche sich durch eine besondere Stabilität auszeichnet. Durch Lesebänder und eine individuelle Prägung können die verwendeten Leinenstoffe weiter aufgewertet werden. Zudem ist es möglich, A3-Seiten gefaltet einbinden zu lassen.

Das Vorbereiten von Serienbriefen ist ebenfalls ein Service, der in Kopierläden häufig nachgefragt wird. Benötigt wird dazu eine Exceldatei, die die Anschriften enthält, sowie eine separate Datei mit dem eigentlichen Brieftext. Zu den Kunden von Kopierläden, die diese Leistung anbieten, gehören neben Unternehmen und Behörden auch Vereine und andere Organisationen.